
Schon am Andrang bei der Liturgie am Karfreitagabend und bei der Feier der Auferstehung Jesu in der Osternacht merkte man es: In gefährlich werdenden Zeiten gewinnen die Ereignisse an Bedeutung, die die Sendung des Jesus von Nazaret einst besiegelt und das Christentum begründet haben. Neben der Männerschola waren 2026 erstmals Altacher Jugendliche an der Gestaltung dieser besonderen Gottesdienste im Pfarrzentrum Altach beteiligt.
Den Höhepunkt der österlichen Tage bildete aber wohl die Messe am Ostersonntag. Der Kirchenchor hat schon öfter Mozart gesungen bei ähnlichen Gelegenheiten, auch die wegen himmlisch übermütigem Jubel in „Sanctus“ und „Benedictus“ so genannte „Spatzenmesse“ KV 220, aber noch kaum je so eindringlich, des Anlasses würdig wie unter dem Dirigent von Mark Casey: Das Flehen um Gottes Erbarmen, geradezu schmeichlerisches Gotteslob und Verehrung, die Selbstvergewisserung des „Credo“ , die Hammerschläge bei der Kreuzigung, den vielstimmigen Schrei nach Frieden, damit der Einsatz des „Agnus Dei“, das gewaltlose Opfer Christi nicht umsonst bleiben möge: Keine Spur von „salzburgischer Oberflächlichkeit“, die man der Messe in CD-Dur nachgesagt hat. Der Chorleiter und seine Frau Tania übernahmen selbst zwei der Solostimmen; berührend das warmherzige „Benedictus“ der Sopranistin Eva-Maria Heinzle. Händel kam zweimal zu Ehren – kein Ostern ohne das große Halleluja aus dem „Messias“ . Passend dazu Instrumentalmusik - eine der Kirchensonaten Mozarts. Die Feier von Tod und Auferstehung Jesus 2026 in Altach war ein Erlebnis.